1. Mannschaft - FSV Wacker 03 Gotha
Fußball-Landespokal
Gotha wirft Meiningen aus dem Pokal
luzy 23.08.2026 - 18:45 Uhr
Nach einem klaren 1:4 bei Wacker Gotha ist für den VfL Meiningen im Fußball-Landespokal schon in Runde eins Endstation. War hat die erste Saisonniederlage verdient?
Was für eine Antwort auf den enttäuschenden Auftritt zuletzt beim 0:1 gegen Hildburghausen: Wacker Gotha hat sich im Thüringer Landespokal eindrucksvoll zurückgemeldet und den VfL Meiningen 4:1 (1:0) bezwungen. Damit revanchierte sich die Mannschaft zugleich für die 0:2-Niederlage im Punktspiel vor zwei Wochen.
Nach dem Abpfiff gab es reichlich Applaus für die spielfreudig auftretende Wacker-Elf. Trainer Norman Bonsack strahlte. „Eine Spitzenleistung eines geschlossenen Teams, bei dem keiner abfiel“, befand der Coach. Läuferisch, kämpferisch und spielerisch habe es „nichts zu meckern“ gegeben. Dabei erwischte zunächst Meiningen den besseren Start. Der VfL hatte optisch zunächst mehr vom Spiel, ohne allerdings vor dem Tor richtig zwingend zu werden. Gotha schlug dagegen eiskalt zu: Nach einem Steilpass von Franz Burkhardt schloss Younes El Antaki platziert zur Führung ab. Fortan übernahm Wacker zunehmend die Kontrolle. In der 52. Minute half Meiningen kräftig mit: Torhüter Armin Schöbel rutschte ein Rückpass über den Senkel, El Antaki bedankte sich und schob ins leere Tor ein. Der Angreifer avancierte damit endgültig zum Mann des Spiels. Neben seinen beiden Treffern bereitete er auch das wichtige 3:1 durch Wilhelm Heun vor (82.).
Die Rotationsmaschine angeworfen
Meiningen hatte für den Pokal kräftig die Rotationsmaschine angeworfen. Trainer Marcel Kißling wollte einiges probieren, veränderte seine Startelf nach dem 7:0 gegen Lauscha auf acht Positionen. Vier der herausrotierten Spieler kamen später noch auf den Platz und brachten zwischenzeitlich Schwung. Besonders Dominik Franke sorgte für mehr Ordnung. Er war es auch, der per Elfmeter verkürzte (73.) und den Gast wieder hoffen ließ. „In der ersten Halbzeit war es ein sehr ausgeglichenes Spiel“, sagte Kißling. Nach dem individuellen Fehler zum 0:2 sei der Matchplan jedoch dahin gewesen. „Dann macht man auf und es ist klar, dass eine Mannschaft, die das Konterspiel kann, das ausnutzt.“
Genau das tat Wacker Gotha. Zwar ließ die Heimelf Mitte der zweiten Halbzeit gleich zweimal die vorzeitige Entscheidung liegen – Heun scheiterte aus fünf Metern, Wolter stand frei vor dem Torhüter. Doch mit dem 3:1 durch Heun (81.) war die Aufholjagd des VfL endgültig gestoppt. Den Schlusspunkt setzte Tarek Wolter mit einem blitzsauberen Kontertor nach Vorarbeit von Max Herda (84.).
So blieb für Kißling die Erkenntnis, dass sein Pokal-Experiment nicht wie erhofft aufging. „Bei kleinen individuellen Fehlern hätte ich mir etwas mehr Konzentration gewünscht“, sagte der VfL-Trainer. Für Gotha dagegen war es ein Sonntag ganz nach Wunsch: mit Wiedergutmachung, Revanche und viel Applaus.