REVANCHE IM AUSWÄRTSSPIEL GEGLÜCKT
HANDBALL SG Auerbach/Pegnitz siegt bei HSG Lauf/Heroldsberg klar und überzeugt mit starker Abwehrleistung.
Harald Weidmann
Die Revanche ist der SG Auerbach/Pegnitz nicht nur geglückt, sie hat sogar eine ordentliche Schippe draufgelegt. Bei der HSG Lauf/Heroldsberg gewann das Team um Nicholas Neupert und Daniel Schalanda überzeugend mit 21:30 (8:17). Anders als in den Partien zuvor übernahmen die Blau-Weißen diesmal schon früh das Ruder und lagen in der sechsten Minute bereits mit 0:4 in Front. „Unser Angriff war zwar in Ordnung, aber wir haben von Beginn an eine herausragende Abwehr gestellt“ begründete David Klima die Dominanz der Gäste.
Über weite Strecken der ersten Hälfte ließ man die „Tigerenten“ nicht ins Spiel kommen, ging mit Konsequenz in die Zweikämpfe und wehrte ein ums andere Mal die schwarz-gelben Angriffsbemühungen ab. Der Vorsprung wuchs kontinuierlich. In der 21. Minute hatte die SG die Anzeigentafel bereits auf 3:10 gestellt. Die Gastgeber bemühten sich zwar, versuchten Alles um ein Debakel zu vermeiden und den Rückstand zu verkürzen, nur um sich im ungünstigsten Augenblick durch Zeitstrafen das Leben schwer zu machen. Beim fast schon vorentscheidenden Stand von 8:17 wurden die Seiten gewechselt. Die Mittelfranken starteten mit einem Tor des Ex-Sulzbachers Anton Kallmeier in die zweite Halbzeit, doch mehr als ein Strohfeuer war dieser Treffer zunächst nicht. Vielmehr ließen sich die Gäste nicht von ihrem „Game-Plan“ abbringen, legten ihrerseits einen 0:3-Zwischenspurt ein und bauten ihren Vorsprung bis zur 39. Minute auf elf Tore aus (9:20).
Dieser hatte auch in der 43. Minute noch Bestand, als die HSG eine Auszeit nahm (11:21). Trainer Sebastian Wilfling, der später im Spiel noch einmal Einfluss auf den Spielverlauf nehmen sollte, hatte wohl die richtigen Worte gefunden, denn nur fünf Minuten später hatte sein Team mit vier unbeantworteten Toren den Rückstand deutlich verkürzt (15:21). „Unkonzentriertheit“ lautete die Begründung von David Klima für das Abschmelzen des Vorsprungs. „Lauf ging in die doppelte Manndeckung und wir haben unser Konzept nicht mehr konsequent genug gespielt.“ Die Gastgeber nutzten ihre Chancen und die Offensivprobleme der Blau-Weißen.
„Wenn wir Möglichkeiten kreierten, haben wir sie mehrmals verantwortungslos hergeschenkt,“ so Klima. In der 52. Minute war der Vorsprung der SG auf fünf Tore zusammengeschmolzen (18:23), als HSG-Trainer Wilfling sich eine Zweiminutenstrafe einhandelte und sein Team unnötig schwächte. An sich keine große Sache, denn in jedem Spiel gibt es Beschwerden von der Bank über Entscheidungen der Schiedsrichter, die auch die eine oder andere Verwarnung oder Gelbe Karte nach sich ziehen, doch diese Zeitstrafe kam zum unglücklichsten Zeitpunkt. Die Gäste nutzten die sich durch Emotionen und Verwirrung auf Seiten der „Tigerenten“ bietende Chance, waren vor allem wieder konzentriert im Abschluss und hatten in der 58. Minute das Spiel nach einem 2:5-Lauf endgültig zu ihren Gunsten entschieden.
Am Ende konnte man sich im Lager der Gäste sogar noch über die Kuriosität freuen, dass Franz Lux bereits zum fünften Mal in dieser Saison den letzten Treffer des Spiels erzielte. Nach zwei überzeugenden Auswärtserfolgen steht am kommenden Samstag um 18 Uhr die wohl höchste Hürde der Rückrunde an, wenn die Blau-Weißen mit dem HC Erlangen III nicht nur den absoluten Topfavoriten, sondern auch ein Team in der Helmut-Ott-Halle empfängt, das seine Gegner reihenweise deklassiert.