Nordpfälzer „Wölfe“ stoppen Negativlauf
Nach vier Pleiten feiert die HR in der Verbandsliga ein 42:38 gegen Bingen 2. Trainer Kerber bleibt aber kritisch und blickt schon voraus auf den Top-Gegner Saulheim.
Nach vier Niederlagen in Serie konnte die Handball-Region (HR) Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim am Samstagabend den Negativlauf stoppen. Gegen die zweite Mannschaft der HSG Rhein-Nahe Bingen gewannen sie in einer torreichen Begegnung mit 42:38 (18:17).
Auch wenn die „Nordpfälzer Wölfe“ in 60 Minuten nur beim 2:3 in der Anfangsphase in Rückstand gerieten, war der Sieg gegen den Tabellenzehnten der Verbandsliga ein hartes Stück Arbeit. Entsprechend unzufrieden war auch HR-Spielertrainer Dimitri Kerber nach dem Spiel. „Es war einfach ein gebrauchter Tag, an dem wir trotzdem gewonnen haben. Und das ist die Hauptsache.“ Schon vor dem Anpfiff stellte er eine „komische und sehr ruhige Stimmung“ auf und neben dem Platz fest. „Das war ein komplett anderes Bild als noch eine Woche zuvor gegen Ober-Hilbersheim“, sagte Kerber.
HR-Angriffsleistung überzeugt den Trainer nicht
Dieser Eindruck verfestigte sich im Lauf der Partie, in der Summe fehlte der HR die letzte Konsequenz. So entwickelte sich in der ersten Hälfte ein Spiel, in dem die HR oft führte, aber sich trotz optischer Überlegenheit nie absetzen konnte. Das gelang erst nach der Pause, als die „Wölfe“ die Gäste nach einem guten Start auf vier Tore distanzieren konnten. Besonders Magnus Happersberger und Anton Neiss taten sich mit jeweils neun Toren hervor. Überzeugend fand ihr Trainer Dimitri Kerber die HR-Angriffsleistung trotz der höchsten Trefferanzahl in dieser Saison nicht. „Wir hatten trotzdem noch eine sehr hohe Fehlerquote“, monierte er.
Auch in der Defensive leistete sich die HR-Truppe grobe Schnitzer und lud die Gäste fast schon zum Torewerfen ein. 38 Gegentreffer gegen den Drittletzten waren für den Geschmack des Übungsleiters deutlich zu viel. „Ich hatte zwar nie das Gefühl, dass wir das Spiel verlieren werden, aber es war kein guter Auftritt von uns“, redete Kerber Klartext. Bis zum nächsten Spiel am 12. April gegen den Spitzenreiter SG Saulheim 2 wartet noch einiges an Arbeit. Kerber: „Wir müssen die freie Zeit jetzt nutzen, um uns auf das Spiel gegen Saulheim einzustellen. Da müssen wir ein anderes Gesicht zeigen. So etwas wie heute können wir uns gegen den Tabellenführer nicht erlauben.“
52 Tore: Zweite HR-Truppe mit Feuerwerk
Überhaupt war es das Wochenende der vielen Tore. Auch die zweite HR-Herrenmannschaft durfte sich in der Bezirksliga über zwei Punkte freuen. Sie spulte ein echtes Angriffsfeuerwerk ab und schoss die SG Lambsheim/Frankenthal 2 mit 52:29 (31:12) aus der Halle. In ihrem letzten Saisonspiel gewannen die HR-Frauen gegen die wSG Rheinauen 2 sehr deutlich mit 48:8 (25:4) und beenden die Spielzeit in der Bezirksoberliga auf Platz sechs.