SG FREUT SICH ÜBER OSTBAYERN-DERBYS

SG Auerbach/Pegnitz
20. Jul. 2026

HANDBALL Trainer Schalanda sieht starke Aufsteiger, aber auch Unbekannte. Zwei Testspiele stehen bisher fest.


Harald Weidmann

Mit dem offiziellen Beginn des neuen Spieljahres am 1. Juli hat der BHV die Spielpläne der zwei höchsten Handball-Klassen Bayerns für die Saison 2026/27 veröffentlicht. Am 19. September beginnen die Regionalliga und beide Staffeln der Oberliga ihre neue Runde. In der Nordstaffel sind neben der SG Auerbach/Pegnitz auch der HC Forchheim, der TSV Roßtal, die HSG Rödental/Neustadt, der TV Marktsteft und die SG Helmbrechts/Münchberg wieder dabei.

Die Auerbacher starten mit einem Heimspiel gegen Neuling HSC Bad Neustadt. Dieser ist durch die Bezirksoberliga (BOL) marschiert und schaffte ohne Verlustpunkt den direkten Wiederaufstieg. Daniel Schalanda, ab dieser Saison Cheftrainer bei der SG, schätzt die Unterfranken als den „vermutlich stärksten Aufsteiger aus dem Quartett“ von Neulingen ein. „Sie sind souverän durch die Liga gegangen. Es wird sicher ein hartes Stück Arbeit, gegen sie erfolgreich zu sein, da ihre individuelle Klasse an guten Tagen jeder Abwehr sehr weh tun kann.“

Mit den BOL-Meistern aus Mittel- und Oberfranken gab es bisher noch keine Berührungspunkte - oder aber vor sehr langer Zeit. „Die Unbekannte aus Nürnberg“, so Schalanda über den ESV Flügelrad. „Ich hatte bisher noch nie mit ihnen zu tun. Wir werden sehen, wie körperlich sie sind und welche Spielphilosophie sie haben. Nachteil für uns ist ein weiteres Nicht-Harz-Spiel, aber wer weiß, ob wir dieses Jahr nicht auch solche Spiele anders angehen.“

Das trifft auch auf die HSG Weidhausen-Ebersdorf um Trainer Florian Klihm zu. „Berührungspunkte mit diesem Team sind schon länger her, da stand der Trainer noch selbst auf der Platte“, erinnert er sich daran, dass „Flo“ Klihm sowohl für den TV Weidhausen als auch für den HSC Coburg aktiv war. „Ob Harz oder nicht, steht meines Wissens noch nicht endgültig fest. ‚Mit‘ wäre natürlich eher nach unserem Geschmack und würde die haftmittelfreie oberfränkische Zone etwas verändern.“ Ganz anders der Aufsteiger aus Ostbayern: Kaum ein Team ist der SG so gut bekannt wie der HC Sulzbach-Rosenberg. Viele spannende und intensive Derbys von der BOL bis zur Regionalliga liegen hinter beiden Vereinen - Jahre, in denen Blau-Weiß dominierte, und Jahre, in denen man vor der „Roten Wand“ kapitulieren und bittere Niederlagen einstecken musste. „Wir freuen uns, dass die Staffel wieder das Derby bietet, bei dem die Hallen in Sulzbach und Auerbach brodeln werden.“

Daneben freue er sich auf die Begegnungen mit dem ASV Cham. Anders als der ESV Regensburg treten die Bayerwälder nach einem Jahr im Süden wieder im Norden an. „Cham ist für mich immer noch eine sehr eingespielte Truppe und mit ein paar Zugängen sicher im vorderen Drittel anzusiedeln.“ Den einzigen Regionalliga-Absteiger, die DJK Waldbüttelbrunn, muss man dagegen wohl eher als Wundertüte bezeichnen. Unklar ist, mit welchem Kader die Unterfranken antreten, da sowohl die Reserve als auch die erste Mannschaft ihre Klasse nicht hielten. „Ich bin sehr gespannt, wer nach dem Aderlass zur Saison 25/26 und den Abstiegen mitgeht. Ich vermute einen Mix aus der bisherigen Zweiten und einer immer noch starken Start-Sieben.“

Nach gut sechs Wochen steht die SG in seinen Augen noch mehr oder minder am Beginn ihrer Vorbereitung. „Seit dem Auftakt am 6. Juni mit einer Crossfit-Einheit waren die vergangenen Wochen mit je zwei Hallentrainings inklusive Athletikeinheiten unter der Leitung von Paul Neuß und einer Crossfit-Einheit an den Samstagen gut durchgetaktet. Jetzt heißt es, die nächsten Wochen viel Schweiß in der Halle zu lassen, um körperlich und mental bereit für die Saison zu werden.“ Zudem arbeite man intensiv daran, die Neuen zu integrieren. „Wir werden die Jungs in Kürze vorstellen. Die ersten Einheiten haben jedenfalls schon mal Freude gemacht und auch unser Potenzial angedeutet.“ Wer die Blau-Weißen live sehen will, für den hat der Coach zwei Termine parat. „Das erste Testspiel ist für den 24. Juli zur Trainingszeit (18.45 Uhr) gegen den MTV Stadeln angesetzt, ein weiteres am 8. August beim HBC Nürnberg.“

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