SG Auerbach-Pegnitz II erkämpft sich Punkt in Regensburg

SG Auerbach/Pegnitz
27. Okt. 2026

Während für die erste Mannschaft der SG Auerbach-Pegnitz am vergangenen Samstag das Derby gegen den HC Sulzbach-Rosenberg auf dem Programm stand, trat die zweite Mannschaft ihre erste von gleich drei Auswärtsfahrten nach Regensburg an. Dort wartete mit RT Regensburg der Meister der vergangenen Bezirksklassensaison. Dass der Gastgeber als Aufsteiger nicht zu unterschätzen war, hatte dieser bereits in der Vorwoche mit einem deutlichen Erfolg gegen den aktuellen Tabellenführer aus Sulzbach unter Beweis gestellt.

Mit einem breiten Kader und dem Ziel, den für SG-Verhältnisse gelungenen Saisonstart fortzusetzen, ging die Mannschaft von Betreuer Boris Escher und Spielertrainer Julius Traßl motiviert in die Partie. Ein Blick auf die beiden Aufgebote ließ allerdings schnell erkennen, dass die körperlichen Vorteile und die größere Erfahrung aufseiten der Regensburger lagen. Das machte sich auch in der Anfangsphase bemerkbar: Die SG-Defensive bekam die wurfstarken Rückraumspieler des Gastgebers zunächst nur schwer in den Griff. Immer wieder kamen die Regensburger zu freien Abschlüssen oder nutzten die entstehenden Lücken für Durchbrüche.

Die SG-Reserve hielt dagegen und setzte vor allem auf ihre Schnelligkeit. Mit starken Eins-gegen-eins-Aktionen von Johannes Liebig und Philipp Birnmeyer riss sie Lücken in die gegnerische Abwehr und blieb so in Schlagdistanz. In der 20. Minute gelang Spielertrainer Traßl beim Stand von 11:10 sogar die Führung für die Gäste, die jedoch die letzte der Partie bleiben sollte. In der Schlussphase der ersten Halbzeit wurden die Lücken in der SG-Defensive trotz einer Umstellung in der Abwehr wieder größer. Gleichzeitig fehlte im Angriff das nötige Abschlussglück, denn gleich mehrfach landete der Ball am Torrahmen der Regensburger. Als die Gastgeber acht Sekunden vor der Pause nach einer Zeitstrafe gegen Jannis Küffner auf 19:17 erhöhten, drohte die SG mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Kabine zu gehen. Doch die SG schlug noch einmal zurück. Nach einem schnellen Anwurf und einer anschließenden Zeitstrafe gegen die Gastgeber fasste sich Simon Fleischer ein Herz und verkürzte mit einem sehenswerten Rückraumwurf unmittelbar vor der Halbzeitsirene auf 19:18.

Mit diesem Treffer im Rücken und einigen taktischen Anpassungen, insbesondere in der Abwehr, startete die SG in die zweite Hälfte. Allerdings verschliefen die Gäste den Wiederbeginn und lagen keine zehn Minuten später wieder mit drei Toren zurück. Doch die Mannschaft bewies Moral und gestützt auf einen zunehmend sicheren Rückhalt durch Torhüter Tim Heidenau, sowie eine verbesserte Chancenverwertung gelang es, den Rückstand innerhalb von weniger als drei Minuten aufzuholen und wieder auszugleichen. In dieser Phase waren es vor allem die Durchbrüche von Hannes Lehner sowie die Aktionen von Simon Fleischer, der inzwischen auf der Außenposition spielte, die der SG immer wieder neuen Schwung verliehen. Die Partie entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch, in dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte.

Sechs Minuten vor dem Ende musste Traßl für zwei Minuten auf die Bank. Den Regensburgern bot sich damit die Chance, erneut auf zwei Tore davonzuziehen. Doch wie im gesamten Spiel hielt die SG dagegen. Nach dem parierten Siebenmeter von Heidenau, bewies auf der Gegenseite Christian Quoika Nervenstärke und verwandelte auch seinen sechsten Siebenmeter des Tages souverän. In der 58. Minute war es schließlich Jannis Küffner, der mit seinem Treffer zum 34:34 den Endstand erzielte. Nach einer weiteren Parade von Heidenau bot sich der SG sogar noch die Möglichkeit, den Auswärtssieg perfekt zu machen. In dieser entscheidenden Situation zeigte sich jedoch, dass die noch junge Mannschaft bislang nur selten in vergleichbaren Drucksituationen gestanden hatte und so führte der letzte Angriff nicht mehr zum erhofften Siegtreffer. Stattdessen kam es mit dem Schlusspfiff noch zu einer letzten Aktion der Regensburger, die jedoch durch einen Block von Traßl entschärft wurde. So blieb es bei einem 34:34, mit dem sich die SG Auerbach-Pegnitz II nach einem intensiven und umkämpften Spiel einen Punkt sicherte. Trotz zwischenzeitlicher Rückstände bewies die Mannschaft Moral, kämpfte sich mehrfach zurück und hatte in der Schlussphase sogar noch die Chance auf den Sieg. Auf dieser kämpferischen Leistung lässt sich für die kommenden Aufgaben aufbauen.

Am Samstag wartet in der heimischen Christian-Sammet-Halle mit der SG Schierling/Langquaid bereits die nächste Herausforderung auf die SG-Reserve. Der Gegner zog durch zwei Siege am vergangenen Samstag und Sonntag in der Tabelle an der SG Auerbach-Pegnitz II vorbei. Damit steht der Zweiten erneut eine anspruchsvolle Aufgabe bevor, bei der sie an die kämpferische Leistung aus Regensburg anknüpfen und vor heimischem Publikum die nächsten Punkte einfahren möchte.

SG Auerbach/Pegnitz II: Ens, Heidenau (im Tor) – Birnmeyer (6), Quoika (6/6), Liebig (4), Bößl, Fleischer, Küffner, Traßl (je 3), Ziegler (2), Feilner, Popp, Stoeber, Rosam.

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