Ole Petersen: Starke Auftritte bei JWM und U23-EM
(© Bizzi Team)
Ole Petersen, aktuell Erster der U20-Rangliste des DFB, hat in den letzten Wochen bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Rio de Janeiro und der U23-Europameisterschaft in Cagliari (Italien) einmal mehr bewiesen, dass er zu den vielversprechendsten Talenten im deutschen Fechtsport gehört. Trotz einer Erkältung während der U23-EM zeigte er kämpferische Leistungen und konnte sich in einem starken Teilnehmerfeld behaupten.
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Junioren-WM in Rio de Janeiro: Platz 12 im Einzel
Bei der Junioren-WM in Rio de Janeiro trat Ole Petersen in der U20-Konkurrenz im Herrendegen an. In einem hochklassigen Feld erreichte er am Ende einen starken 12. Platz im Einzel – und hat damit den Kampf um Medaillen nur knapp verpasst. Er besiegte Felix Annahm (NOR), Bogdan Kolomijec (EST) und Adrian van de Steene (BEL) im DA, bevor er denkbar knapp gegen Ilya Lobikin mit 14:13 im 16er Tableau das Nachsehen hatte. Das Ergebnis unterstreicht seine konstante Leistung auf internationaler Ebene.
U23-EM in Cagliari: Platz 14 im Einzel, Team Platz 7
Die U23-Europameisterschaft in Cagliari war für Ole Petersen eine besondere Herausforderung: Eine Erkältung machte ihm zu schaffen, doch er kämpfte sich souverän durch das Turnier - bis ins Achtelfinale. Im Einzelwettbewerb erreichte er als bester DFB-Fechter einen sehr guten 14. Platz und zeigte damit, dass er auch unter schwierigen Bedingungen zuverlässige Leistungen abrufen kann. Im Mannschaftswettbewerb belegten Ole mit dem deutschen Team den 7. Platz. Auch wenn er kurz vor Schluss gegen die Mannschaft aus Estland den Rückstand noch zweimal auf einen Treffer verkürzen konnte, blieb ihm an diesem Tag der Siegtreffer leider verwehrt, um mit seinem Team ins Halbfinale einzuziehen.
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Nr. 1 der U20-Rangliste: Bestätigung für kontinuierlich gute Arbeit
Dass Ole Petersen aktuell die Spitzenposition in der U20-Rangliste des DFB einnimmt, ist kein Zufall. Seine Ergebnisse in den letzten Monaten – darunter auch ein 10. Platz beim U20-Degen-Weltcup in Tiflis und Silber im Team bei einem Junioren-Weltcup in Cairo – zeigen, dass er zu den besten Nachwuchsfechtern Deutschlands gehört. Beim FC Leipzig weiß man diese großartigen Leistungen zu schätzen und freut sich auf die weitere Entwicklung des Talents in den nächsten Jahren.
Was sagen die Trainer?
Marci Nagy: „Ole hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Er hat sich jedes Jahr verbessert, was bedeutet, dass er entweder in derselben Altersklasse bessere Ergebnisse erzielt oder in einer höheren Altersklasse ähnlich gute Leistungen erbracht hat. Seit Jahren ist er gleichzeitig Mitglied zweier Nationalmannschaften (U17-U20, U20-Senioren), was für ihn doppelt so viele Wettkämpfe, Trainingslager und längere Saisons bedeutet. Das ist eine enorme körperliche und mentale Belastung. In dieser Saison, der ersten seit sechs Jahren, konnte er sich nicht selbst übertreffen, hat aber dennoch beachtliche Ergebnisse erzielt. Ich denke, es ist Zeit für eine längere Erholungsphase vor der neuen Saison. Ich kann ohne Übertreibung sagen, dass Ole der erfolgreichste Jugendfechter der letzten 10-15 Jahre ist. Das verdankt er seinem Maximalismus, seiner Intelligenz und der großartigen Arbeit, die wir beide investiert haben. Doch jeder, der sich im Herrenfechten auskennt, weiß, dass die Situation immer schwieriger wird. Immer mehr Nationen schicken immer stärkere Fechter ins Rennen. Oft entscheidet ein einziger Treffer über ein besseres oder schlechteres Ergebnis – ein Unterschied, der kaum wahrnehmbar ist. Nächstes Jahr ist Oles letztes Jahr in der U20-Altersklasse, daher sind wir optimistisch. Im Fechten gibt es jedoch leider keine Garantie. Wir werden auf jeden Fall alles daransetzen, die bisherigen Medaillen durch noch bessere zu ersetzen.“
Allesandro Bartoli: “I believe that talent has different ways of expressing itself. The first is innate talent, the gift of nature; the second type of talent is skill at work, the ability to learn and progress through training. I really believe that Ole is an extraordinary mix of the two. A very talented guy very humble and ready to progress through daily work. I think that the best is yet to come because he is still really young and for sure he will have a special place in the German Fencing development.”
Ausblick: Weiter auf dem Weg nach oben
Die Erfahrungen aus Rio und Budapest werden Ole Petersen sicherlich noch stärker machen. Vielleicht klappt es dann in zwei Jahren mit einer ersten Teilnahme bei Olympischen Spielen in Los Angeles. Der Fechtclub Leipzig drückt die Daumen und freut sich, Ole auf diesem Weg weiter zu begleiten.