„Nordpfälzer Wölfe“ machen Drei-Tore-Hypothek wett und jubeln am Ende

Nordpfälzer Wölfe
16. Jun. 2026

Das Team von Spielertrainer Dimitri Kerber bleibt nach dem Sieg im Relegationsrückspiel gegen Offenbach 2 in der Verbandsliga. Ein junger Mann nagelt dabei den Kasten zu.

Einen Sieg mit vier Toren Differenz hat die Handball-Region (HR) Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim im Rückspiel gegen den TV Offenbach 2 benötigt. Sechs Tore waren es am Ende. Durch den 26:20 (11:9)-Erfolg haben die „Nordpfälzer Wölfe“ doch noch den Klassenverbleib geschafft und spielen auch in der kommenden Saison in der Verbandsliga.

Um Punkt 17.30 Uhr stürmten etwa zwei Dutzend Jugendspieler der HR den Platz und feierten gemeinsam mit den Spielern ausgelassen den Sieg gegen Offenbach. Währenddessen stand der Großteil der fast 400 Zuschauer in der Göllheimer Hans-Appel-Halle und bejubelte ihre Mannschaft. „Diesen Sieg haben wir absolut gewollt und sind diesmal in der Schlussphase auch nicht eingebrochen“, war HR-Spielertrainer Dimitri Kerber nach dem Spiel natürlich rundum zufrieden.

Lange Zeit ein offenes Spiel

Dass es die „Wölfe“ letztlich doch schaffen sollten, die Hypothek von vier Treffern aus dem Hinspiel noch zu tilgen, war lange Zeit nicht klar. Zwar führten die Gastgeber bis auf eine Ausnahme das ganze Spiel über, konnten sich aber lange nicht entscheidend absetzen. Erst in der 50. Minute erzielte Simon Schlepütz von Linksaußen die erste Fünf-Tore-Führung. Wenig später legte Dimitri Kerber zum 24:17 nach. Die Schlussphase war hektisch, Offenbach probierte es mit einer offensiven Deckung, doch die HR brachte den Vorsprung mit Glück und Geschick über die Runden.

Garant für den Erfolg war eine stabile Abwehr, aus der Jahn Nitz hervorragte. Mann des Spiels war aber der erst 17-jährige Hannes Roser in seinem erst zweiten Herrenspiel. Der Torhüter vernagelte in der zweiten Halbzeit stellenweise seinen Kasten und brachte den Gegner schier zur Verzweiflung. Nachdem die Chancenauswertung in der ersten Hälfte noch ein Schwachpunkt war, steigerten sich die HR-Spieler nach dem Wechsel und zeigten den unbedingten Willen, das Spiel für sich entscheiden zu wollen. Die HR ließ sich auch nicht von der berechtigten Roten Karte gegen Kapitän Marc Kuhn aus dem Konzept bringen. Sie kämpften um jeden Zentimeter, was man ihnen auch ansah. Johannes Huschens erlitt ebenso wie später auch Samuel Boger eine Platzwunde, spielte aber mit einem dicken Kopfverband weiter.

Prima Kulisse in Göllheimer Hans-Appel-Halle

Ein großes Kompliment hatte ein glücklicher Dimitri Kerber noch parat: „Die Zuschauer haben uns richtig nach vorne gepeitscht. Das hat richtig Spaß gemacht.“ Tatsächlich waren schon lange nicht mehr so viele Zuschauer bei einem HR-Spiel in der Halle. Ihr Kommen sollten sie nicht bereuen. Eine kleine Pause haben sich die „Wölfe“ nach den aufregenden Relegationsspielen redlich verdient, ehe ihr Trainer sie zur Vorbereitung auf die neue Saison bitten wird – nach diesem aufregenden Spiel dann wieder in der Verbandsliga.


Text: Michael Hehn

Fotos: Juri Tromsdorf

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