„Nordpfälzer Wölfe“ beim Tabellenletzten
Vor der Herbstpause wollen die „Nordpfälzer Wölfe“ beim TV Kirrweiler noch einmal etwas für ihr Punktekonto tun. Dabei setzen sie auf ein ambitioniertes Eigengewächs.
Bevor es in die dreiwöchige Herbstpause geht, möchte die Handball-Region (HR) Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim sich mit einem Sieg beim Schlusslicht TV Kirrweiler ins Mittelfeld der Verbandsliga schieben. Anpfiff in der Reblandhalle ist am Samstag um 19.30 Uhr.
Nach zwei Pleiten zum Saisonauftakt scheinen die „Nordpfälzer Wölfe“ in der Verbandsliga angekommen zu sein. Dem Derbysieg in Freinsheim folgte ein Unentschieden gegen den Oberligaabsteiger aus Landau. Wenn die HR nun beim noch punktlosen Tabellenletzten Kirrweiler zwei weitere Punkte einfahren kann, hätte sie dann mit 5:5 Zählern erst einmal einen beruhigenden Abstand zu den Abstiegsplätzen.
„Wölfe“ wollen kühlen Kopf bewahren
Mit diesem Vorhaben treten die „Wölfe“ auch die Reise in die Südpfalz an, wie Torben Wietzke bestätigt. „Wir haben uns vorgenommen, einen kühlen Kopf zu bewahren, 60 Minuten lang zu kämpfen und dabei an die Leistung der letzten Spiele anzuknüpfen.“ Torben Wietzke ist eines der vielen Eigengewächse, die nach und nach an die erste Herrenmannschaft herangeführt werden. Der 19-Jährige spielt schon seit Kindesbeinen Handball bei der HR. „Leider aber immer wieder unterbrochen durch verletzungsbedingte Pausen“, wie der Sausenheimer verrät. Sein Debüt im Trikot der Verbandsligamannschaft feierte er vor zwei Wochen beim ersten Saisonsieg bei der HSG Eckbachtal II. „Das war ein toller Rahmen für meinen ersten Einsatz. Das Spiel war insbesondere durch die Derbyatmosphäre sehr emotional und stimmungsgeladen. Dadurch hat es sehr viel Spaß gemacht“, betont Wietzke, der aktuell eine Ausbildung zum Mechatroniker in Mannheim absolviert.
Mit viel Schwung auf der linken Außenbahn
Zu seinen Stärken zählt zweifelsfrei seine Schnelligkeit, die er auf der linken Außenbahn ideal abrufen kann. „Außerdem glaube ich, dass ich viel Energie und Stimmung in das Spiel bringe“, meint der Linksaußen, der in seiner Freizeit gerne Zeit mit seiner Freundin und Freunden verbringt. Anpassungsprobleme gab es für ihn nicht. Viele jüngere Spieler waren schon Teamkameraden zu Jugendzeiten, was die Integration deutlich vereinfacht. Das erhöht auch den Zusammenhalt in der Mannschaft und kann dazu führen, dass sie auch in engen Spielen nicht abreißen lässt, sondern wie unlängst gegen Landau in der entscheidenden Phase noch zulegen und punkten kann. So spannend müsste es für Torben Wietzke in Kirrweiler gar nicht werden.
Text: Michael Hehn
Foto: Juri Tromsdorf