Kurze Schwächephase kostet die "Nordpfälzer Wölfe" die ersten Punkte
Trotz einer ordentlichen Leistung verlieren die „Nordpfälzer Wölfe“ ihr Auftaktspiel bei den Sportfreunden Budenheim. Ein Debütant setzt sich dabei stark in Szene.
Das erste Verbandsligaspiel der neuen Saison brachte den Herren der Handball-Region (HR) Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim keine Punkte. Im Gastspiel bei den Sportfreunden Budenheim 2 unterlag die ersatzgeschwächte Kerber-Sieben am Sonntagabend knapp mit 35:36. Zur Pause führte die HR noch mit 18:17, brachte sich aber durch eine kleine Schwächephase um ein besseres Ergebnis.
Trotz der Ausfälle diverser Leistungsträger zeigten die „Nordpfälzer Wölfe“ in Budenheim eine ordentliche Vorstellung, verpassten es aber, sich dafür mit einem oder zwei Punkten zu belohnen. Als Silas Rogwaski in der 45. Minute die Führung zum 25:24 erzielte, sah es noch vielversprechend für die HR aus. Allerdings waren die folgenden Minuten spielentscheidend. Fünf Zeigerumdrehungen später lagen die „Wölfe“ nämlich mit 25:30 hinten. Trainer Dimitri Kerber nahm eine Auszeit, um sein Team wachzurütteln.
„Nordpfälzer Wölfe“ kämpfen bis zum Schluss
„Wir hatten kurzzeitig keinerlei Lösung im Angriff finden können und haben uns unüberlegte Abschlüsse genommen. Budenheim hat das mit schnellen Gegenstößen leider eiskalt ausgenutzt“, nannte Kerber die Gründe für den 0:6-Lauf. Nach der Auszeit traf Niclas Burton erstmals wieder für seine Farben. Positiv bewertet Kerber auch, dass seine Mannschaft sich nicht aufgab, sondern bis zum Schluss kämpfte. Tatsächlich kamen die HR-Herren kurz vor Ende noch einmal in Schlagdistanz und konnten durch den starken Debütanten Rubin Daulton auf 34:35 verkürzen. Mit sechs Treffern erzielte der 17-Jährige die meisten Feldtore seines Teams. „Leider schwächten wir uns in dieser Phase durch eine unnötige Zeitstrafe selbst“, haderte Kerber. Budenheim konnte seinen knappen Vorsprung bis zum Schlusspfiff ins Ziel retten.
Auch wenn sicherlich mehr für die „Nordpfälzer Wölfe“ drin gewesen wäre, war Dimitri Kerber nicht unzufrieden. „Trotz des kleinen Kaders waren wir ebenbürtig und haben lange sehr gut gegen einen starken Gegner mitgehalten“, hob er die widrige Ausgangssituation hervor. Besonders die Angriffsleistung mit 35 erzielten Treffern lobte der Trainer, während er mit seiner Defensive nur bedingt zufrieden war und einiges an Verbesserungspotenzial sieht. „Im Großen und Ganzen können wir aber auf dieser Leistung aufbauen“, meinte Dimitri Kerber. Neben Rubin Daulton stach besonders Samuel Boger hervor, der bei acht Versuchen von der Siebenmeterlinie ohne Fehlwurf blieb und insgesamt auf ein Dutzend Tore kam.
Text: Michael Hehn
Foto: Juri Tromsdorf