[Herren 1] Auch mit dem schwachen Arm gut
Die „Nordpfälzer Wölfe“ wollen sich für die eingleisige Verbandsliga qualifizieren. Warum die Aussichten dafür gar nicht so schlecht sind.
Gegen die HSG Rhein-Nahe Bingen 2 möchte die (HR) Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim wieder zwei Punkte holen. Nur so wahren die „Nordpfälzer Wölfe“ noch die Chance auf die Qualifikation für die eingleisige Verbandsliga in der kommenden Spielzeit. Anpfiff ist am Samstag um 18 Uhr in der Grünstadter IGS-Sporthalle. Die Wahrscheinlichkeit für einen Sieg der „Nordpfälzer Wölfe“ ist recht hoch. Gegen die acht Teams, denen die HR bereits zweimal begegnet ist, war der Spielausgang der Rückrunde gleich dem der Hinrunde. In der Vorrunde gewann die HR nämlich in Bingen, was demnach ein gutes Omen ist und eine Voraussetzung, um Budenheim noch den fünften Platz streitig zu machen. „Wir werden bis zum letzten Spieltag kämpfen und alles geben, um die Qualifikation zu schaffen. An einem guten Tag können wir mit jeder Mannschaft mithalten“, meint Erek Heinz, der mit seinem Team bis zum Schluss kämpfen möchte. Er hofft, dass die Mannschaft in den letzten drei Spielen ihre Leistung konstant zeigen kann. „Es ist uns bisher nicht gelungen, unser zweifellos vorhandenes Potenzial abzurufen, weshalb wir eine Saison mit Höhen und Tiefen erleben“, meint Heinz. Gründe dafür seien die junge Mannschaft, Neuzugänge, die integriert werden mussten und ein neues Spielsystem unter Trainer Dimitri Kerber.
Erek Heinz ist bei den „Wölfen“ der Mann mit den starken Nerven: Er ist nämlich erster Kandidat, wenn es darum geht, einen Siebenmeter auszuführen. 52 Tore erzielte er bereits mit einem Strafwurf. Das ist die zweitbeste Ausbeute der gesamten Liga. Erek Heinz, von Beruf Mathematik- und Sportlehrer an der IGS in Osthofen, ist einer der wenigen Handballer, der auch mit dem schwachen Arm werfen kann. „Wenn Not am Mann ist kann ich deswegen auch auf Rechtsaußen spielen. Das Werfen mit dem linken Arm möchte ich auf jeden Fall noch weiterentwickeln“, sagt der Rückraumspieler, der seine Stärken im direkten Duell mit dem Abwehrspieler hat. „Da gelingt es mir oft, einen Strafwurf zu erzwingen“, erzählt der 34-jährige Hettenleidelheimer. In seiner Freizeit probiert der sportbegeisterte Lehrer gerne neue Sportarten aus. So absolvierte Heinz, der bis auf einen kurzen Abstecher bei der HSG Eckbachtal im Aktivenbereich immer bei den „Wölfen“ spielte, einen offiziellen Triathlon-Wettkampf.
HR-Damen vor dem Saisonfinale
Im Anschluss an das Spiel gegen Bingen empfängt die zweite Herrenmannschaft um 20 Uhr die SG Lambsheim/Frankenthal 2 zu ihrem letzten Heimspiel der Saison. Die HR-Damen absolvieren am Sonntag um 15 Uhr (IGS-Halle Grünstadt) sogar schon ihr letztes Rundenspiel. Gegner ist die wSG Rheinauen 2. Unabhängig vom Ergebnis werden die „Wölfinnen“ die Saison auf dem sechsten Platz der Bezirksoberliga abschließen.
Text: Michael Hehn
Fotos: Juri Tromsdorf