Am Ende ein Krimi für die „Nordpfälzer Wölfe“

Nordpfälzer Wölfe
20. Jan. 2026

Gegen den Tabellenletzten TV Nieder-Olm II war ein Sieg eigentlich Pflicht für die „Nordpfälzer Wölfe“. Doch erst nach einer aufregenden Schlussminute durften sie jubeln.

Die Herren der HR Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim sind mit einem Sieg in die Rückrunde gestartet. Allerdings taten sie sich gegen das Schlusslicht der Verbandsliga schwer. Am Ende bleibt ein knapper 34:33 (20:17) Erfolg gegen den TV Nieder-Olm II.

Die etwa 100 Zuschauer im Eisenberger Schulzentrum wurden am Samstagabend Zeugen einer an Spannung kaum zu überbietenden Schlussphase. Zwei Minuten waren noch zu spielen, die „Nordpfälzer Wölfe“ lagen 32:33 hinten, während die Gäste auf den ersten Saisonerfolg hofften. 90 Sekunden vor Ende erzielte Anton Neiß mit seinem neunten Treffer den Ausgleich. Nach einem Ballverlust der Gäste konnte Samuel Boger die HR direkt nach dem Ausgleich in Führung bringen. Nieder-Olm wollte den Ausgleich erzielen, doch die HR-Abwehr eroberte den Ball.

15 Sekunden vor Ende wurde dann aber gegen Anton Neiß ein Stürmerfoul gepfiffen, sodass die Gäste noch einen finalen Angriff hatten. Nach einer Auszeit unterbrachen die „Wölfe“ clever den Angriff. Trotzdem gelang es Nieder-Olm, den Ball auf den Außen zu spielen, der allerdings im Kreis stand – und so konnten sich die „Wölfe“ über zwei Punkte freuen.

„Nordpfälzer Wölfe“ beweisen Moral

„Es war ein Spiel mit Höhen und Tiefen“, meinte Trainer Dimitri Kerber nach dem Spiel. Er ärgerte sich darüber, dass es seiner Mannschaft nicht gelungen war, sich in der ersten Halbzeit deutlicher abzusetzen. „Wir hatten das Spiel komplett im Griff und hatten unsere Chancen gut genutzt. Auch die Abwehr stand kompakt“, so Kerber. Dennoch gelang es den Gästen aus Rheinhessen, durch einfache Tore aus dem Rückraum immer in Schlagdistanz zu bleiben. Nach dem Seitenwechsel gab es einen Bruch im HR-Spiel, bei dem Rückkehrer Silas Rogawski mit fünf Treffern überzeugte. „Uns hat die Tiefe im Angriff gefehlt“, monierte Kerber, der mit ansehen musste, wie seine Mannen immer wieder am stärker werdenden Gästetorhüter scheiterten. So sah es nach 50 Minuten beim Stand von 27:30 nicht nach einem HR-Sieg aus. Kerber reagierte und stellte die Abwehr um. Die taktische Änderung ließ das Spiel kippen.

Die „Wölfe“ zwangen Nieder-Olm nun wieder zu Fehlern und leiteten dadurch die spannenden finalen 120 Sekunden ein. „Die Mannschaft hat Moral bewiesen. Trotz der vielen Fehler und vergebenen Chancen nehmen wir den Sieg natürlich gerne mit. Wir wissen allerdings auch, woran wir arbeiten müssen“, zog Kerber Bilanz.

Die Damenmannschaft konnte ihr Spiel gegen die FSG Assenheim/Dannstadt/Iggelheim nicht gewinnen. Trotz einer Pausenführung von 15:13 verlor das Team von Neu-Trainer Thomas Loell mit 23:28.


Text: Michael Hehn

Foto: Juri Tromsdorf

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