Nordpfälzer Wölfe gegen Tabellenführer Gonsenheim krasser Außenseiter
Am Sonntag empfängt die HR Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim in Grünstadt den HC Gonsenheim. Gegen den Verbandsliga-Primus ist die Kerber-Sieben klarer Außenseiter.
Für die „Nordpfälzer Wölfe“ ist das Duell mit dem Oberligaabsteiger – los geht’s am Sonntag, 1. November, um 16 Uhr – die wohl leichteste Partie der bisherigen Runde. Alles andere als eine Niederlage gegen die einzige Mannschaft, die in der laufenden Saison all ihre Spiele souverän gewonnen hat, wäre eine dicke Überraschung. „Trotzdem wollen wir auch gegen den Tabellenführer versuchen, unser Spiel zu spielen und mit Spaß in die Partie zu gehen“, sagt Mateo Krauß-Vacaflor, der beim jüngsten Auswärtsspiel in Dudenhofen sein Debüt im Verbandsligateam der HR gab.
„Leider hatten wir als Mannschaft nicht unseren besten Tag erwischt. Persönlich habe ich mich sehr über mein erstes Tor gefreut“, berichtet der 17-jährige Asselheimer. Das habe sein Selbstvertrauen wieder aufgebaut, nachdem er direkt davor in der zweiten Herrenmannschaft am Ball war und dort eine herbe Auswärtsklatsche einstecken musste. „Da war ich auch mit meiner Leistung überhaupt nicht zufrieden“, sagt Krauß‑Vacaflor selbstkritisch. Als Linksaußen könne er seine Stärken – Schnelligkeit, Ausdauer und niemals aufgeben – ideal in die Mannschaft einbringen.
Lernen von den routinierten Spielern
Mateo Krauß-Vacaflor ist ein weiterer junger Spieler aus der eigenen Jugend, den Coach Dimitri Kerber in die erste Mannschaft einbaut, was die Eingewöhnung für das Nachwuchstalent natürlich sehr einfach machte. „Ich wurde trotz meines jungen Alters sehr gut aufgenommen und habe mich direkt willkommen gefühlt“, freut sich Krauß-Vacaflor, der gerade ein freiwilliges soziales Jahr in einer Kita absolviert. Ins Training geht er richtig gerne, wie er betont: „Die Mannschaftskameraden haben mich auch ermutigt, etwas mehr aus mir herauszugehen. So macht das Training auch richtig Spaß.“
Er hofft, dass er in dieser Runde noch den einen oder anderen Einsatz in der Verbandsliga bekommt. „Darauf habe ich richtig Bock. Ich möchte gerne von den älteren Mannschaftskameraden lernen“, sagt das HR-Talent. Wenn neben den Trainingseinheiten noch Zeit bleibt, schnürt Krauß-Vacaflor gerne die Laufschuhe. Dabei dürfen die Strecken auch etwas länger ausfallen: Zehn bis 15 Kilometer seien für ihn keine Seltenheit.
Text: Michael Hehn
Fotos: Juri Tromsdorf