HR-Fehlstart führt zur Pleite

Nordpfälzer Wölfe
27. Okt. 2026

Die HR Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim hat in Dudenhofen verloren. Nach schwachem Start reichte eine starke zweite Halbzeit nur zum 28:30 (12:18).

Es waren nicht einmal neun Minuten gespielt, da legte HR-Spielertrainer Dimitri Kerber bereits die grüne Karte, um eine Auszeit zu nehmen. 2:7 lagen seine „Nordpfälzer Wölfe“ gegen den HSG Dudenhofen/Schifferstadt II da schon zurück. „Wir haben den Beginn total verschlafen und hatten keinerlei Einstellung an den Tag gelegt“, haderte Kerber mit dem Fehlstart. Wesentlich besser wurde es nach der Auszeit aber nicht. Bis zum Pausenpfiff konnte wenigstens der Abstand zu den Gastgebern konstant gehalten werden.

Taktische Umstellungen wirken

Dass die HR das Handballspielen nicht verlernt hatte, zeigte sie nach dem Seitenwechsel. Kerber nahm die eine oder andere taktische Umstellung vor und stellte Dudenhofen/Schifferstadt vor Herausforderungen, die diese nicht lösen konnten. Die Folge waren einfache Tore auf Seiten der „Nordpfälzer Wölfe“, die zunächst durch Anton Neiß mit einem seiner 13 Treffer und wenig später durch Magnus Happersberger zum 28:28 ausgleichen konnten. Drei Minuten waren da noch zu spielen. 90 Sekunden vor Spielende parierte Hannes Roser einen Strafwurf, der Abpraller landete aber beim Gegner – die Gastgeber erzielten die erneute Führung. „Im direkten Gegenangriff erspielten wir uns eine hundertprozentige Torchance, konnten diese aber nicht verwerten“, haderte Kerber. Im Gegenzug besiegelte Dudenhofen/Schifferstadt den Heimsieg und die erste HR-Pleite nach zuletzt 5:1 Punkten.

Trainer Kerber, der von einem bitteren Ergebnis sprach, trauerte zwar den vergebenen Chancen nach, versuchte aber das Positive aus der Begegnung mitzunehmen: „In der zweiten Halbzeit standen wir in der Defensive deutlich besser, auch im Angriff waren wir zielstrebiger. Darauf müssen wir aufbauen.“ Kommende Woche geht es gegen den ungeschlagenen Tabellenführer aus Gonsenheim. „Die letzten Crunchtimes konnten wir für uns entscheiden. Dass unsere junge Mannschaft jetzt mal nicht als Sieger vom Feld geht, ist ganz normal und ein Prozess“, meinte Kerber.


Text: Michael Hehn

Foto: Juri Tromsdorf

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