Vorbericht SG Auerbach/Pegnitz - TB 03 Roding

SG Auerbach/Pegnitz
13. Mai. 2022

Mit einem Heimspiel gegen den TB 03 Roding beendet die SG Auerbach/Pegnitz am Sonntagnachmittag die Hinrunde der Play-Offs. Für die Bayerwälder hielt die Runde bisher ähnlich gemischte Ergebnisse bereit, wie für ihre Gastgeber. Gestartet mit einer eher unerwarteten Niederlage (29:27) in Herzogenaurach, besiegte man am vergangenen Sonntag zuhause die HSG Erlangen-Niederlindach mit 25:22. Mit 6:6 Punkten auf Platz Drei der Tabelle gelegen, könnte eine weitere Niederlage schon fast das Aus im Rennen um den Aufstieg sein. Doch auch das Team um das Trainer-Duo Neupert/von Frankenberg will sich keine weiteren Ausrutscher erlauben und vor allem seine Heimspiele gewinnen. Anpfiff in der Helmut-Ott-Halle (HOH) ist um 16:00 Uhr.


Die SG Auerbach/Pegnitz will nach der Niederlage in Sulzbach wieder zurück auf die Siegerstraße. Dazu hat sie am Sonntag Gelegenheit, wenn sie den derzeitigen Tabellendritten TB 03 Roding empfängt. Für das Team aus dem Landkreis Cham würde eine Niederlage in der HOH die Chancen auf den Meistertitel in den Bereich der rechnerischen Möglichkeiten sinken lassen. Auch wenn man im Lager des TB zu Beginn der Play-Offs davon sprach „zwar ambitioniert, aber ohne ein bestimmtes Ziel in die Runde zu gehen und nur alle Spiele so erfolgreich wie möglich gestalten zu wollen“, sollte man nicht verkennen, dass die Gäste durchaus motiviert antreten werden. „Wir spielen die erste Saison in der BOL und wissen von den Teams im Westen recht wenig“ zeigten sich die Verantwortlichen zuversichtlich, denn man habe „in der regulären Runde gesehen, dass wir jeden schlagen können.“ 

Dass man in Roding gut ausgebildete Spieler im Kader hat, liegt durchaus auch an der langen Tradition des Vereins. Viele Jahre war der TB 03 erfolgreich in den obersten Ligen Bayerns aktiv und stieg 1997 sogar in die damalige Regionalliga (3. Liga) auf. In einer Gemeinschaft mit der SG Post/Süd aus Regensburg beendete man die Saison 1999/2000 gar auf Rang Vier der Südstaffel, doch wirtschaftliche Gründe machten eine Fortsetzung der Erfolgsgeschichte unmöglich. Die Spielgemeinschaft wurde aufgelöst und der TB zog sich in die Bezirksklasse zurück. Ihre gute Jugendarbeit brachte die Bayerwälder schnell wieder bis in die Bayernliga zurück – wer in Auerbach erinnert sich nicht an die teils hoch emotionalen Duelle mit und in Roding – bevor man 2013 das Team nach mehreren Abgängen und erneuten finanziellen Problemen in die Bezirksliga zurückzog. Abgesehen vom wirtschaftlichen Aspekt lassen sich also gewisse Parallelen zu den Blau-Weißen erkennen. Spätestens am Sonntagnachmittag jedoch wird sich zeigen, wohin die Reise beider Teams in diesem Jahr geht. Auch wenn beide - nach eigenen Aussagen - nicht unbedingt aufsteigen müssen, würde wohl jeder den Meistertitel gerne annehmen. 

Dazu jedoch dürfen sich aktuell weder der Gast um Trainer Jiri Piroch, ehemaliger tschechischer Nationalspieler, und schon gar nicht das Heimteam einen weiteren Punktverlust leisten. Für die SG kommt es vor allem darauf an, die eigenen Chancen besser zu verwerten als zuletzt. Zudem muss sich auch die Abwehr von Beginn an auf wurfgewaltige Gegner einstellen. Allein sechs Spieler trugen in der regulären Runde jeweils über 20 Tore bei, allen voran Johannes Hugo, der mit insgesamt 48/23 Treffern bester Werfer des TB war. Vincent Deml, Dominic Weh und Thomas Schoierer folgen zwar mit etwas Abstand, sind jedoch immer für mehrere Treffer pro Spiel gut. Zu diesen bisherigen Leistungsträgern gesellte sich am letzten Sonntag erstmals auch Martin Cvicl. Der 22-Jährige Neuzugang aus Pilsen war erstmals spielberechtigt und erzielte gegen die HSG Erlangen-Niederlindach gleich drei Treffer von Halblinks. „Wir spielen nächste Woche wieder in eigener Halle und haben unser Publikum im Rücken“ verwies Stefan von Frankenberg schon kurz nach dem Spiel in Sulzbach auf das Spiel in der HOH. „Der Druck ist zwar jetzt etwas höher, aber wir haben unser Schicksal noch immer selbst in der Hand.“ Ein Sieg im Heimspiel gegen Roding wäre dabei allerdings Pflicht.

Harald Weidmann

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