Spielbericht Playoffs - Derby HC Sulzbach-Rosenberg

SG Auerbach/Pegnitz
9. Mai. 2022

Mit einer bitteren, aber letztlich verdienten 32:29 (16:14) Niederlage endete für die SG Auerbach/Pegnitz das Play-Off-Derby beim HC Sulzbach-Rosenberg (HCS). Während die Herzogstädter damit ihr viertes Spiel in Folge gewannen, musste das Team um Nicholas Neupert und Stefan von Frankenberg erstmals in der gesamten Saison eine Niederlage hinnehmen. Drei vergebene Strafwürfe waren nur die Spitze eines Eisberges an nicht genutzten Chancen. Mit nun 10:2 Punkten führt die SG zwar weiterhin die Tabelle an, hat jedoch nur noch einen Zähler Vorsprung auf den HCS. Als nächster Gegner ist am kommenden Sonntagnachmittag der TB 03 Roding zu Gast in der Helmut-Ott-Halle.


HC Sulzbach-Rosenberg : SG Auerbach/Pegnitz: 32:29 (16:14)


„Das musst Du Dir erst einmal leisten, in einem solchen Spiel drei Siebenmeter zu verwerfen“ war eine der ersten Reaktionen eines der in großer Anzahl angereisten SG-Fans. Ein ähnliches Fazit zog auch Trainer Stefan von Frankenberg. „Ich denke, dass Sulzbach heute nicht gewonnen hat, sondern wir haben verloren.“ Damit wolle er aber nicht die Leistung des HCS schmälern oder sagen, der Sieg sei nicht verdient. „Wenn man in einem Spiel zweier gleichwertiger Teams so viele Möglichkeiten liegen lässt, dann kann man nicht gewinnen.“ Als Daniel Schalanda erneut seine Farben mit 0:1 in Führung warf, ahnte niemand, dass dies die einzige Führung der Gäste bleiben sollte. Nachdem beide Teams mit einer gewissen Nervosität in die Partie gestartet waren zeigte sich früh, dass die Gastgeber ihr Spiel schneller in den Griff bekamen. Die SG, die erneut ohne Thomas Raß und auch ohne Volker Hackenberg, dafür mit Maxi Hofmann und dem A-Jugendlichen Alexander Reile antrat, zeigte dagegen lange Zeit Nerven und vergab nach dem Ausgleich zum 2:2 mehrere gute Chancen. Da auch Torhüter Max-Anton Seiffert zunächst nicht an die gute Leistung der Vorwoche anknüpfen konnte, ließ man schon jetzt erstmals abreißen und lag in der 10. Minute bereits mit 7:3 zurück. Nach einer Auszeit jedoch gelang es, mit drei Toren am Stück den Rückstand wieder zu verkürzen und zunächst bei ein, zwei Toren zu halten. Speziell vom aus dem Defensivverbund vorgezogenen Stefan Ströhl ließ sich der blau-weiße Angriff immer wieder stören. Nach der 17. Minute, Martin Bauer hatte gerade den Anschluss zum 10:9 erzielt, ließen die Gäste dem HCS zum wiederholten Male den Vortritt, trafen mehrmals falsche Entscheidungen und lagen bis zur 24. Minute erneut mit 15:9 zurück. Bis dahin hatten Maxim Pankraz, der trotz seiner insgesamt sechs Tore einen "gebrauchten" Tag hatte und Alexander Deinzer je einen Strafwurf vergeben. Auch Fabian Rohrbach war für den HCS am eingewechselten Valentin Kroher vom Siebenmeterpunkt gescheitert. Kroher war es auch, der mit einer guten Leistung seinem Team in der Folge wieder eine Aufholjagd ermöglichte und so wurden beim Stand von 16:14 die Seiten gewechselt.
Die zweite Hälfte begann wie die erste mit einem Tor für Blau-Weiß. Nachdem Matthias Schnödt in der 35. Minute nach langer Zeit endlich wieder den Ausgleich erzielt hatte (18:18), vergab auch Alexander Tannenberger einen Strafwurf und damit die Chance zur ersten Führung seit dem 0:1. „Wir haben mehrmals Rückstände aufgeholt, es dann aber versäumt, uns zu belohnen“ bedauerte Stefan von Frankenberg die schlechte Chancenverwertung seines Teams. In der 40. Minute leuchtete letztmals ein Remis von der Anzeigentafel (21:21). Danach baute der HCS seinen Vorsprung wieder aus, hielt den Gast bis zur 55. Minute bei zwei bis drei Toren Rückstand und machte den Sack mit einem Dreierpack bis zur 58. Minute endgültig zu (32:27). Bereits im siegesgewissen Freudentaumel erlaubte man bis zum Ende nur noch etwas Ergebniskosmetik. „Es ist zwar kein Beinbruch, aber in doppelter Hinsicht ärgerlich, ausgerechnet gegen Sulzbach zu verlieren, denn erstens verliert niemand gerne ein Derby und zweitens werden die Play-Offs damit nur unnötig spannend. Jetzt heißt es „Mund abputzen“ und gut vorbereiten auf Roding.“
 
Statistik:
HC Sulzbach-Rosenberg: Martin, Männl, Plößl, Ströhl (4), Sehnke, Rohrbach J. (6/2), Smolik (3/1), Weiß, Lesak (4),Wedel, Haubold (3), Rohrbach F. (6), Luber (5), Klee (1)
SG Auerbach/Pegnitz: Seiffert, Kroher, Bauer (3), Tannenberger (4/2), Schnödt (3/1), Bürger (1), Schirmer, Herold, Hofmann, Pankraz (6/1), Schalanda (3), Reile, Neuß (7), Deinzer (2)
Strafwürfe: 3/4 : 4/7 (Rohrbach J. 2/3, Smolik 1/1 – Tannenberger 2/3, Schnödt 1/1, Pankraz 1/2 , Deinzer 0/1)
Strafzeiten: 4 : 3
Schiedsrichter: Ingo-Ludwig Hammer, Dieter Schimik (DjK Weiden)
Zuschauer: ca. 750
Spielfilm: 0:1, 2:2, 5:2, 7:3, 7:6, 10:9, 15:9, 15:12, 16:14 – 16:15, 18:18, 20:18, 21:21, 24:21, 28:24, 29:27, 32:27, 32:29

Harald Weidmann


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