„Nicht wegen des Abstiegs“: Krstev verlässt Eynatten

Handball Club Eynatten-Raeren V.o.G.
30. Apr. 2023

Die Damen des HC Eynatten­ Raeren gehen kommende Sai­son in der 2. Division an den Start und müssen sich dafür auf die Suche nach einem neu­ en Trainer begeben. Baze Krstev (46) wird den Schritt in die Zweitklassigkeit nicht mit­ gehen, wie er dem GrenzEcho erklärte. Dabei betonte er: „Die Entscheidung hat nichts mit dem Abstieg zu tun, sondern stand seit Saisonbeginn. Wir haben uns 2020 auf eine Zu­sammenarbeit über drei Jahre geeinigt, deshalb war es von vornherein klar, dass ich den Verein nach dieser Saison ver­ lassen würde. Es ist auch eine persönliche Entscheidung, weil ich mehr Zeit mit meiner Fa­ milie verbringen möchte. Mei­ne Frau und meine Kinder ha­ben mich jetzt fast 35 Jahre lang als Spieler oder Trainer unterstützt, nun will ich auch sie unterstützen.“ Deshalb wer­ de er vorerst keine neue Trai­nerstelle suchen bzw. anneh­men.

Der ehemalige Profihandbal­ ler hatte nach seinem Karrie­reende in Eynatten zunächst die Herren der KTSV Eupen trainiert, die nach dem corona­ bedingten Saisonabbruch im Frühjahr 2020 in die 1. Division aufstiegen. Wenige Tage zuvor hatte sich der Klub jedoch von Krstev getrennt, der daraufhin die HCER­Damen übernahm.

Geplagt von großem Verlet­zungspech, verbrachte Eynat­ten die aktuelle Saison durch­ gehend im Tabellenkeller, Ende März besiegelte eine Niederla­ge in Gent den vorzeitigen Ab­stieg. „Es war allen von Beginn an klar, dass es keine einfache Saison werden würde. Leider kam unheimlich viel Pech hin­ zu, einige Spielerinnen konn­ten kaum oder gar nicht trai­nieren.“

Hinzu kam ein nachträgli­cher Punktabzug, weil in der Woche vor dem Gent­Einsatz in Waasmunster Nadine Cüp­per mitspielte, die laut Ver­band jedoch keine Lizenz be­saß. „Natürlich war das auch ein Rückschlag, weil uns die Möglichkeit genommen wur­de, den Abstieg selbst zu ver­ hindern. Wir haben uns auf die Bestätigung des Verbandes ver­lassen, und auf einmal erreich­te uns eine ganz andere Ant­wort als ursprünglich“, erin­nert sich Krstev: „Das war total unprofessionell. Aber das wun­dert mich nicht, wenn ich sehe, dass der Verband selbst seine

(National)Spieler verwechselt (zur EM­Qualifikation war statt Sébastien Danesi dessen Bru­der Benjamin gemeldet wor­den, A. d. R.).“

Doch sei dieser Clinch mit dem Verband nicht ausschlag­gebend für den Abstieg gewe­sen. Grund seien vielmehr die Punkte, die Eynatten kurz vor knapp noch aus der Hand ge­geben habe – was Krstev wie­derum mit dem kleinen Kader erklärt. „Diese Spiele entschei­den eben, ob du Vorletzter oder Letzter wirst.“ So auch am ver­gangenen Samstag, als Eynat­ten in eigener Halle einen Rückstand gegen Waasmun­ster in eine Führung umbog, diese bis in die Schlussphase hinein verteidigte und am En­de doch noch mit 32:33 verlor. Ein Spiel, symptomatisch für die gesamte Saison.

(Dieser Artikel stammt aus dem Grenz-Echo)

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